Nachlese TOPIC TABLE (27. September 2012 – Berlin)

1. Oktober 2012 | By | Add a Comment

Im Zuge der Ablösung der Reihe der ECM-Tage der Pentadoc AG haben wir seitens der Five Topics zu Beginn diesen Jahres mit der Einführung regelmäßiger Unternehmer-Stammtische – den sog. „Topic Tables“ – eine neue Plattform für die Entscheider des Gesundheitsmarktes geschaffen.

Der neue, verstärkt interaktive Diskussions-Charakter in kleiner, exklusiver Runde ist bereits bei der ersten Veranstaltung dieser Art am 22. März 2012 auf Schloss Reinhartshausen in Eltville sehr gut angekommen – dies bestätigt jedenfalls das durchwegs positive Feedback aus dem Kreis der teilnehmenden GKV-Vorstände.

Nachdem sich unser erster „Topic Table“ im Schwerpunkt mit der Thematik „Reorganisation gesetzlicher Krankenkassen“ befasst hat haben wir uns für unseren zweiten Unternehmer-Stammtisch nach einem weiteren spannenden Handlungsfeld des Gesundheitsmarktes umgesehen.

Im ständigen intensiven Dialog mit unseren Kunden hat sich für uns – vor allem aufgrund der aktuell und prospektiv weiter zunehmenden politischen Relevanz – mehr und mehr die Thematik der „Konvergenz der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung“ heraus kristallisiert.

Auch die Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestags-Fraktion hat sich ja inzwischen in einem „10-Thesen-Papier“ unter dem Arbeitstitel „Anforderungen an eine gesetzliche Krankenversicherung in der Zukunft“ mit eben diesem Thema befasst.

Die Techniker Krankenkasse hat sich im Zuge der Beauftragung eines prominenten Gutachter-Gremiums (u. a. Prof. Dr. Eberhard Wille – Prof. Dr. Matthias Graf von der Schulenburg – Prof. Dr. Gregor Thüsing) zwischenzeitlich ebenfalls dezidiert mit der Frage einer möglichen künftigen privatrechtlichen Organisation gesetzlicher Krankenkassen auseinandergesetzt.

Vor diesem Hintergrund haben sich unsere Vorstände deshalb entschlossen, die „Konvergenz GKV – PKV“ zum Leit-Thema unseres nächsten Topic Tables zu machen.

Bei intensiverer Auseinandersetzung mit dieser Konvergenz-Thematik stellt sich sozusagen „automatisch“ eine Reihe interessanter Fragen:

  • Welcher strategische Ansatz ist der richtige – die „Exklusiv-Partner-Kooperation“ oder die „freie“ Zusammenarbeit mit einem Assekuradeur / Makler-Vertrieb?
  • Welche Handlungs-Optionen erschließen sich im Bereich „Managed Care“ / Vertrags- und Versorgungs-Management?
  • Liegt eine weitere Chance in der gemeinsamen Abwicklung von Leistungs-Prozessen – Service aus einer Hand?
  • Können über den Weg der gemeinsamen „Manufaktur“ (Geschäftsstellen) weitere Synergien erschlossen werden?
  • Welche gesellschafts-rechtlichen Optionen – Gründung von VVaG-s, GmbH-s etc. – erscheinen sinnvoll und realisierbar?
  • Werden evtl. aufsichtsrechtliche Restriktionen einen gemeinsamen Prozess behindern?

Über diese und zahlreiche weitere Fragen haben wir nun am 27.09.2012 in Berlin gemeinsam mit den Herren Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen – Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg und Michael Weller – Leiter Stabsbereich Politik des GKV-Spitzenverbandes – im Kreise von insgesamt 16 Vorständen namhafter gesetzlicher Kassen und privater Krankenversicherungs-Unternehmen diskutiert.

Die Key-Note des Herrn Prof. Dr. Raffelhüschen hat sich dabei im Schwerpunkt mit folgenden Aspekten auseinander gesetzt:

  • Demographische Entwicklung und Konsequenzen in der Krankenversicherung
  • Medizinisch-technischer Fortschritt und Konsequenzen für die Krankenversicherung
  • Nachhaltigkeitslücke
  • Politische Diskussion zur Lösung „Bürgerversicherung versus Gesundheitsprämie“ nicht zielführend
  • Modell Bürgerpauschale als alternative Modellskizze
  • Stärkere Steuerfinanzierung notwendig – lohnzentrierte Beitragsfinanzierung ist an der Grenze
  • Mehr Anreize für Wettbewerb
  • Alternativen zum heutigen Leistungskatalog – stärkere Differenzierung zwischen kollektiven und individuellen Leistungsansprüchen

Darauf aufsetzend hat sich Herr Weller unter dem Arbeitstitel „Getrennte Systeme auf dem Weg zur Konvergenz“ konkret mit den aktuell politisch diskutierten Szenarien befasst und hierzu gezielte Leitfragen formuliert.

Unter der versierten Moderation von Ralf Minning haben die Teilnehmer zunächst sehr lebhaft die seitens der Key-Note aufgeworfenen System-Fragen diskutiert – anhand der im Vorfeld gemeinsam mit Herrn Weller entwickelten „Leit-Thesen“ haben wir anschließend in die Konvergenz-Thematik inklusive möglicher Auswirkungen auf die künftige strategische Aufstellung gesetzlicher Kassen und privater Krankenversicherungs-Unternehmen übergeleitet.

Unsere Event-Location – das Radisson Blu Hotel direkt im historischen Zentrum von Berlin-Mitte, unmittelbar an der Spree und gegenüber dem Berliner Dom gelegen – bot in der Dom-Lounge „über den Dächern von Berlin“ einen spektakulären Veranstaltungsrahmen und war anschließend idealer Ausgangspunkt für die abendliche Dinner-Cruise mit unseren Gästen auf der „Captain Morgan“.

Diese „etwas andere“ Form der Abend-Gestaltung eröffnete unseren Teilnehmern gute Gelegenheiten zur weiteren inhaltlichen Vertiefung inklusive intensiven Networkings.

Im Anschluss an unsere Spree-Exkursion haben wir den Abend dann gemeinsam mit unseren Gästen und den Referenten an der Bar des Hotels ausklingen lassen.

Die erneut einhellig sehr positive Resonanz aus dem Teilnehmerkreis bestärkt unsere Vorstände in Ihrem Vorhaben, unsere Veranstaltungsreihe in nächsten Jahr fortzusetzen und die Topic Tables nachhaltig im Gesundheitsmarkt zu etablieren.

Filed in: Allgemein

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